Schnürwerk

Architekturgebundene Auftragswerke brachten für Christa Jeitner die Hinwendung zu großformatigen Arbeiten, die zur bewussten Anwendung konstruktiver Lösungen zwangen. Mathematische Ordnungs-prinzipien ergaben sich, das physikalische Prinzip des Hängens wurde studiert und in diesen ihren „Schnürwerken“ demonstriert. Grundanliegen blieb es mehr denn je dem gewählten textilen Material gerecht zu werden, nicht sein „Benutzer“, sondern sein „Partner“ will sie sein: „Es gilt nicht gewaltsam zu sein, sondern den eigenständigen Charakter des Materials unangetastet zu lassen …, es gilt sich selbst und die individuellen Ausdruckswünsche aus dem Vordergrund zurückzunehmen und sich passiv dem Material zu nähern. Nicht verfahren wie ein Nutzer, ein Erzeuger, sondern wie ein Zeugender, der aus der Gesetz-mäßigkeit schafft und mit ihr …“
Christa Jeitner arbeitet mit Hanf und Leinengarn, Leinengewebe, Seide und Tuch, Materialien, die von ihr als Teil der Natur respektiert und als Selbstwert in die Gestaltung einbezogen werden. Sie nutzt sie für die künstlerische Umsetzung von Bildideen mit tieflotender, oft eminent aktueller Thematik, vielfach in mehr-teiligen Folgen.

Dr. Hannelore Sachs im Katalog zur Ausstellung in Oslo 1987

Dies zu sagen ist mein Leben
1989-1979
Fadenverknotung, 237 x 170

Dreiflüglige Säule
1978-18
Fadenverknotung, 296 x 65

Dreiflüglige Säule
Detail

Durchdringung
1979
Fadenverknotung
820 x 80 x 80 x 80

Durchdringung
Zusammenfügen in der Prüfhalle der TU Dresden

Treblinka, Achthunderttausend und ihr Weg
1970
Fadenverknotung, 375 x 150

Treblinka, Achthunderttausend und ihr Weg
(Detail)

Zakopanischer Baum
1976-1980
Fadenverknotung, 303 x 220

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